Schützenfest 2016: „Aus etwas Kleinem wird etwas Großes“

In der Zeit vom 02.07. bis zum 04.07.2016 feierte die St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich ihr 169. Schützenfest.

Bei idealem Wetter erfolgte am Samstagabend der Auftakt mit einem Seelenamt für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Gesellschaft.

In einer von Frank Axer vorbereiteten Messe wurde die mittlerweile seit 4 Jahrzehnten andauernde Freundschaft zur Schützengesellschaft Artelshofen im Frankenland thematisiert. Als Einstieg in die Katechese diente das Gleichnis vom Senfkorn, welches sinnbildlich dafür steht, wie „aus etwas Kleinem etwas Großes werden kann“. Wie in diesem Gleichnis entwickelte sich aus ersten Schritten des aufeinander Zugehens beider Gesellschaften eine langjährige, immer tiefer werdende Freundschaft. Ein Highlight war wie bereits im vergangenem Jahr die musikalische Messgestaltung durch den „Seelsorgebereichschor Neue Wege“, der zur Freude aller Anwesenden mehrere Stücke darbot.
Aufgrund der nunmehr seit 40 Jahren andauernden Patenschaft nahm die Schützengesellschaft Artelshofen in diesem Jahr mit einer besonders großen Abordnung am Schützenfest der „Grünen“ teil. Gemeinsam mit den Artelshofener Freunden marschierte man nach der Messe mit Blasmusik zum Schützengelände, wo bei sommerlichen Temperaturen im Biergarten alle Festgäste nach dem Zapfenstreich ein phantastisches Feuerwerk erleben konnten.
Zeitgleich wurde im Jugendraum mit Beamer und Leinwand ein Public Viewing für das Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft Deutschland - Italien veranstaltet, das Deutschland bekanntermaßen unter großem Jubel der Zuschauer gewinnen konnte.

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Am Sonntag ging es weiter mit dem großen Festumzug durch die Straßen von Gymnich, der von zahlreichen befreundeten Schützenbruderschaften und Musikkapellen mitgestaltet wurde und zweifelsohne einen Höhepunkt für die noch amtierenden Majestäten Detlev und Marina Barani (Königspaar), Sandra Mühlhan (Jungschützenkönigin), Chantal Schiefer (Schülerprinzessin), Cedric Schorn (Schülerprinz) und Doreen Schmitz (Bambiniprinzessin) darstellte.
Am Montag wurde nach der heiligen Messe zunächst der Gefallenen und verstorbenen Mitglieder der Gesellschaft auf dem Friedhof gedacht. Anschließend ging es weiter zum Schützenplatz, wo der traditionelle Frühschoppen auf dem Außengelände abgehalten wurde. Am Nachmittag nahmen wieder bei bestem Wetter die scheidenden Majestäten Abschied in einem letzten Festumzug durch Gymnich.
Anschließend wurden auf dem Hochstand die neuen Könige ausgeschossen. Mit dem 31. Schuss errang die 21 jährige Studentin Nellie Grzebieta, begleitet von Lenhard Preis, die Würde der Jungschützenkönigin.

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Nellie Grzebieta mit Lenard Preis (rechts)

Im Anschluss an das Jungschützenkönigsvogelschießen holte Christian Baer mit dem 93. Schuss den Königsvogel herunter. Christian Baer (46 Jahre) wird das Königsjahr zusammen mit seiner Ehefrau Sonja durchschreiten. Als selbständiger Maler im Ort dürfte er über die Grenzen von Gymnich hinaus auch bei Nichtmitgliedern bekannt sein. Christian ist seit 42 Jahren Mitglied bei den Kunibertusschützen und langjähriger Offizier. Seit 3 Jahren berät und unterstützt er als Königsadjudant die amtierenden Majestäten. In dieser Funktion gewann er Einblicke in die Abläufe der „Königsjahre“ und erfuhr, wieviel Spaß und Freude die von ihm Begleiteten in ihrem Amt hatten. Dies nahm er zum Anlass, um nun selber mit seiner Familie, Freunden und neuen Bekanntschaften ein ereignisreiches und tolles Königsjahr zu erleben.

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Schützenkönig Christian Baer mit seiner Königin Sonja

Als weitere Majestäten konnten ermittelt werden:
Schülerprinzessin: Alina Schmitz
Schülerprinz: Ian Schorn
Kleinschülerprinzessin: Eva Faßbender
Beim Ordenschießen konnten folgende Sieger ermittelt werden:
1. Platz Kleinschüler: Doreen Schmitz
1. Platz Schüler: Chantal Schiefer
1. Platz Jugend: Niklas Müller

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Nach den Schießwettbewerben erfolgte am Montagabend die Krönung der neuen Majestäten durch Präsident Thomas Müller. Die Jubelbekundungen bei der Verabschiedung der scheidenden Majestäten sowie bei der Inthronisierung der neuen Majestäten zeigten, wie sehr die Schützen mit ihren Majestäten verbunden sind.

Text: Peter Marx
Bilder: Sigi Pollauf

 

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