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Abteilungen: Unsere Wandergruppe

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Seit nunmehr 25 Jahren organisieren Herbert und Trude Schmitz von den St. Kunibertusschützen Gymnich Wanderwochen in den unterschiedlichsten Regionen unseres Landes und den Nachbarländern. Zum diesjährigen Jubiläum sollte es einmal etwas Außergewöhnliches sein:
Eine Alpenüberquerung!

2016 09 wandertour 1

14 wackere Frauen und Männer zwischen 59 und 76 Jahren fanden sich zusammen, dieses Abenteuer zu wagen. Wenn auch Wanderstrecke und Unterkünfte von einer Touristikgesellschaft vorgezeichnet waren, wusste niemand vorab, was sie oder ihn erwartete.

 2016 09 wandertour 2

Sieben Etappen umfasste die Route von Gmund am Tegernsee bis nach Sterzing in Südtirol/Italien. Los ging´s nach Übernachtung im kleinen Ort Ostin bei Gmund hinunter zum Tegernsee und an dessen Ufer entlang bis Bad Wiessee. Ein paar Regentropfen trübten nicht den Blick auf saftige Wiesen, Auwälder und den Tegernsee.

 2016 09 wandertour 3

Tag zwei begann bei leichtem Nieselregen in der Nähe von Wildbad Kreuth. Die erste große Herausforderung stand bevor: Die Blaubergalm auf 1560 Meter Seehöhe musste erreicht und der Abstieg vorbei an Almwiesen und Bergbächen nach Achenwald in Österreich bewältigt werden. Bilanz des Tages: 13 km und 830 Höhenmeter.

 2016 09 wandertour 4

Von Achenkirch über Maurach am Achensee nach Fügen führte die dritte Etappe. Nicht ganz so weit, wenige steile Anstiege, Sonne pur und ein paar Kilometer mit Bus und Zillertalbahn - ein fast erholsamer Wandertag.

 2016 09 wandertour 5

So begann auch der vierte Tag. Mit der Seilbahn hoch auf 1850 m. Dann war aber Schluss mit gemütlich. Rauf und runter über schmale Berggrate und seilbespannte Klettersteige, immer dem "Ü" für Alpenüberquerung folgend, bis nach Hochfügen, dem Ziel dieser anstrengenden Etappe.
Frisch gestärkt ging´s am Morgen danach über Sidanjoch (2127m) und Rastkogel durch Almrosen bergauf, über Steinblöcke hinauf auf den Sattel des Kreuzjochs zum höchsten Punkt der Tour auf 2280 m (mit Stempel belegt) und abwärts zur Jausenstation Melchboden an der Zillertaler Höhenstraße. Mit Linienbus und Zillertalbahn erreichte die Gruppe Mayrhofen.

 2016 09 wandertour 6

Am 6. Tag Start am Schlegeisspeicher, der von einem Gletscher gespeist wird. Durch eine wilde Felslandschaft hinauf zum Pfitscherjochhaus, das die Grenze zwischen Österreich und Italien markiert. Hier boten sich herrliche Blicke zurück ins Zillertal und voraus ins Pfitschtal. Der recht schwierige Abstieg nach St. Jakob-Kematen über Geröll und Wurzeln verlangte den Wandersleut einiges ab.
Siebte und letzte Etappe: Von Kematen nach Sterzing, der nördlichsten Stadt Italiens. Noch einmal ein sechsstündiger Marsch durch Wald und Wiesen, über schmale Steege breite Pfade zum Zielort. Wie zur Belohnung für die Mühen der letzte sieben Tage konnten sich die tapferen Wanderer beim Knödelfest in Sterzing amüsieren; wovon sie auch reichlich Gebrauch machten.
Bilanz der Alpenüberquerung: 116 km, 3990 m auf- und 4470 m abwärts. Alles gut überstanden und stolz auf die Leistung.

 2016 09 wandertour 7

Text: Alfons Selt