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Vereinschronik: Unsere Präsidenten

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Blickt man zurück auf diejenigen Männer, welche die Geschicke der St. Kunibertus Schützengesellschaft maßgebend beeinflussten, die ihre ganze Kraft dem Wohle der Gesellschaft widmeten, dann ist man erstaunt, daß es in den 150 Jahren des Bestehens nur 6 Präsidenten gegeben hat.

Ihre jeweils langen Amtszeiten zeugen von dem Vertauen, das sie bei den Mitgliedern genossen, und dem Erfolg ihrer Tätigkeit.

Als erster Präsident übernahm im Jahre 1848 der damalige Bürgermeister des Amtes Lechenich und Rentmeister der Wolff-Metternichschen Verwaltung auf Schloß Gymnich, J.B. Ittenbach, die Führung des Junggesellen Schützenvereins. Er war maßgeblich an der Gründung beteiligt und prägte mit den weltoffenen Geist, der in der neuen Gemeinschaft herrschte. Die Schützen wählten ihn zum Präsidenten auf Lebenszeit.

Als er aus Altersgründen nicht mehr die Gesellschaft leiten konnte, trat ihm tatkräftig sein Stellvertreter Bernhard Nonn zur Seite, der nach dem Tode des Präsidenten Ittenbach dann auch am 9. Mai 1880 formell zum Präsidenten gewählt wurde.

Am 24. Oktober 1886 übernahm der vorherige Vizepräsident Bernhard Fischer die Präsidentschaft. Unter seiner Führung feierten die Schützen ein großartiges 50jähriges Jubelfest, zu dem sogar Kaiser Wilhelm II. einen Orden stiftete. Bernhard Fischer konnte 1920 das seltene Jubiläum der 50jährigen Vorstandsmitgliedschaft feiern.

Ihm folgte Hubert Buschwald, der am 5. April 1925 gewählt wurde. Ihm gebührt das Lob die Gesellschaft wohlbehalten durch die schwere Zeit der Weimarer Republik mit Arbeitslosigkeit und Armut geführt zu haben. In der Zeit des dritten Reiches verstand er es, trotz des Druckes der Nationalsozialisten das Vereinsleben unter großer Mühe aufrecht zu erhalten. Viele unserer Mitglieder die noch mit ihm zusammengearbeitet haben, wissen, daß sein ganzes Sinnen und Trachten dem Wohle der St. Kunibertus Schützengesellschaft galt.

Als er im Jahre 1959 im Alter von 84 Jahren sein Amt schweren Herzens, aber voller Stolz auf seine Schützen niederlegte, wußte er, das er in dem neuen Präsidenten Reiner Schneider, gewählt am 22. Februar 1959, einen Nachfolger gefunden hatte, der in seinem Sinne die Schützen fest verbunden mit der alten Tradition in eine neue Zeit führen würde. Der neue Präsident, gerade 30 Jahre alt geworden, verschaffte sich schnell durch seine Geradlinigkeit und Beharrlichkeit den Respekt aller Schützen. Jugendpflege, Förderung des Schießsports, Tratitionsbewustsein und soziale Verantwortung - das waren die hauptsächlichen Aufgaben, denen er sich unermüdlich und ehrenamtlich widmete, wohl wissend und sich dafür einsetzend, daß ohne Modernisierung die Zukunft nicht zu gestalten wäre. 1973 feierte die Gesellschaft ihr 125jähriges Bestehen. In dem Jubeljahr war Reiner Schneider Schützenkönig. In seine Amtszeit fallen der Beginn und teilweise Abschluß der großen Bauprojekte, die noch über Generationen von seiner Präsidentenschaft zeugen werden. 23 Jahre lang (1970 - 1993) diente er dem Bezirksverband als stellvertretender Bundesmeister; seine vielen ämter, Funktionen und Tätigkeiten im schulischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Leben können hier nur am Rande erwähnt werden. So ist es kein Wunder, das ihm verdientermaßen viele Ehrungen und Auszeichnungen zuteil wurden, so auch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 13. Mai 1996.

Im2012 10 gv jakob thomas 3 November des Jahres 1994 legte Reiner Schneider nach fast 36 Jahren sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, doch steht er auch heute noch mit Rat und Tat "seiner" Gesellschaft zur Seite. In der Generalversammlung am 5. November 1994 wurde Jakob Schmitz als 6. Präsident in der Geschichte der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich gewählt. Das einstimmige Votum der zahlreich erschienenen Schützen war ein eindrucksvoller Beweis für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Nahtlos konnte er, der im Schützenjahr 1993/94 die Gesellschaft als König und Bezirkskönig repräsentierte, die Geschicke übernehmen und fortführen. Mit Tatkraft und Engagement überzeugte der neue Präsident die Mitglieder, für die er jederzeit ein verständnisvoller und hilfsbereiter Ansprechpartner ist.
Das 150jährige Jubiläum im Jahre 1998 wurde ein Höhepunkt in seiner Präsidentschaft, und er führte die Gesellschaft in das neue Jahrtausend.

Nach 18jähriger Amtszeit endete dann bei der Generalversammlung am 26. Oktober 2012 die Präsidentschaft von Jakob Schmitz.

Mit Thomas Müller trat ein langjähriges Mitglied der St. Kunibertus Schützengesellschaft die 7. Präsidentschaft des Vereins an, der aus einer angesehenen Gymnicher Schützenfamilie stammt. Bereits von Kindesbeinen an war Thomas Müller bei den Schützen aktiv. Vor dem Antritt seiner Präsidentschaft konnte er bereits auf eine 20jährige aktive Mitgliedschaft im Offizierscorps zurückblicken. Damit bringt Thomas Müller hervorragende Voraussetzungen für eine stabile, verantwortungsvolle Führung unseres Vereins und für eine erfolgreiche Präsidentschaft mit.

Die St. Kunibertus Schützengesellschaft kann mit Hochachtung und Verehrung auf ihre Präsidenten zurückblicken.